Wie berechnet sich mein Beitrag in der privaten Krankenversicherung?

Während die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) vom Einkommen des Versicherten abhängen, erhebt die Private Krankenversicherung (PKV) individuelle, einkommensunabhängige Versicherungsprämien. Grundsätzlich sind die kalkulierten Beiträge in der PKV Durchschnittsbeiträge, d.h. schon bei der Einstiegsprämie werden die mit dem Alter steigenden Gesundheitskosten berücksichtigt. Junge Privatversicherte zahlen also einen höheren Beitrag als sie tatsächlich an Kosten verursachen und Ältere einen niedrigeren. Diese Differenz, die als Altersrückstellung bezeichnet wird, wird im Alter aufgelöst und dazu verwendet, die tatsächlichen Gesundheitskosten zu decken.


Wie hoch der Beitrag für den Einzelnen ist, wird von mehreren Faktoren wie Eintrittsalter, Geschlecht, Berufsgruppe, Gesundheitszustand und gewünschter Leistungsumfang sowie vereinbarte Selbstbeteiligung bestimmt: Grundsätzlich müssen Frauen in der PKV aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung und einer anderen Risikoeinstufung höhere Beiträge bezahlen. Allerdings werden die Kosten, die durch Geburten und Schwangerschaftsvorsorge entstehen, seit 2008 auf beide Geschlechter umgelegt. Manche Berufsgruppen (z.B. Angehörige des öffentlichen Dienstes) erhalten per se Vergünstigungen, andere müssen Risikozuschläge bezahlen.


Wer umfangreichere Leistungen wünscht, muss diese auch mit einem höheren Beitrag bezahlen. Der Gesundheitszustand ist ein besonders wichtiger Faktor bei der Berechnung der Beitragshöhe. Anders als in den gesetzlichen Krankenkassen kann die Aufnahme in die PKV auch wegen des Gesundheitszustands des Antragstellers abgelehnt werden - es sei denn, die Person hat überhaupt keine Krankenversicherung, dann muss auch die PKV sie ohne Beitragsaufschlag in den sogenannten Basistarif aufnehmen.


Ansonsten ist es üblich, je nach Gesundheitszustand des Versicherten Risikozuschläge auf den Normalbeitrag zu erheben. Auch können Leistungsausschlüsse vereinbart werden, d.h. bei einer Vorerkrankung schließt die Versicherung die Behandlungskosten für die Diagnose einer bestimmten Krankheit aus. Die Beitragshöhe kann sich reduzieren, wenn ein entsprechender Selbstbehalt gewählt wird. Bis zu dieser Summe übernimmt der Versicherte selbst die Kosten für Medikamente und medizinische Behandlungen und erst wenn die Kosten diese Summe übersteigt, springt die Versicherung ein.


In der PKV gibt es das Prinzip der Beitragsrückerstattung, d.h. wenn ein Versicherer über einen bestimmten Zeitraum hinweg (meist ein Jahr) seine Krankenversicherung nicht in Anspruch genommen hat, weil er keine Arztbesuche gemacht hat oder nur wenige Kosten unterhalb dem vereinbarten Selbstbehalt verursacht hat, bekommt bis zu sechs Monatsbeiträge zurückerstattet. Wie hoch die Rückerstattung im Einzelnen ausfällt, hängt von den einzelnen Versicherungsunternehmen ab.

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