Wer kann alles eine private Krankenversicherung abschließen?

Das Gesundheitssystem in Deutschland basiert auf zwei Säulen: der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Privaten Krankenversicherung (PKV). Aktuell sind hierzulande etwa 8,6 Millionen Menschen in einer privaten Krankenvollversicherung versichert, das entspricht einem Anteil von etwa 10,5% (Stand: 2008).


Doch wer kann sich überhaupt in einer Privaten Krankenversicherung versichern lassen? Grundsätzlich besteht eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung und nur unter bestimmten Voraussetzungen gibt es die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Das ist dann der Fall, wenn die Versicherungspflicht in der GKV entfällt, was auf Selbstständige, Freiberufler und Beamte zutrifft und bei Arbeitnehmern der Fall ist, deren Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt.


Die Jahresarbeitsentgeltgrenze wird jedes Jahr neu festgelegt. Mit der am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen Gesundheitsreform müssen Arbeitnehmer nun nur noch nachweisen, dass ihr Brutto-Einkommen ein Jahr lang diese Grenze überschritten hat (vorher: 3 Jahre). Aktuell liegt die Jahresarbeitsentgeltgrenze bei 49.500 Euro jährlich bzw. 4.125 Euro monatlich.

Auch Studenten können sich privat krankenversichern lassen, wenn sie sich von der Versicherungspflicht in der GKV befreien lassen. Das ist zu Beginn des Studiums möglich und auch dann, wenn die kostenlose Familienversicherung ausläuft. Genau wie die GKV bietet auch die PKV für Studenten bis zum 30. Lebensjahr besondere Studententarife an.

Anders als bei der GKV, bei der sich der Versicherungsbeitrag nach der Höhe des Einkommens richtet, werden die Beiträge in der PKV von anderen individuellen Faktoren abhängig gemacht (Alter, Geschlecht, Beruf, Leistungsumfang, Gesundheitszustand). Der Gesundheitszustand und bestehende Vorerkrankungen können dazu führen, dass Patienten von der privaten Krankenversicherung abgelehnt werden. Prinzipiell gibt es keine Aufnahmepflicht. Allerdings müssen die privaten Krankenversicherungen seit 2009 einen Basistarif anbieten, der etwa die Leistungen der gesetzlichen Kassen erfüllt und in diesem darf kein Versicherter aufgrund seines Gesundheitszustands abgelehnt werden. Mit dieser Regelung soll gewährleistet werden, dass auch Personen, die nicht der Versicherungspflicht in der GKV unterliegen, auf jeden Fall einen Versicherungsschutz erhalten.

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